In den Ohren einer frisch gebackenen Mama (Teil 1)

Als junge (na gut, frisch passt besser als jung) Mama hat man oft bzw. fûr zahlreiche Dinge keine Zeit, zum Nachdenken kommt man aber regelmäßig.

Eine Sache, die mich zur Zeit grübeln lässt, ist das Thema Kindersprache: So frage ich mich seit geraumer Zeit, warum junge Eltern in Sprachgewohnheiten verfallen, die sie in einer Zeit ohne Kinder vollkommen widersinnig gefunden hätten.

Zum einen handelt es sich hierbei um Fäkalausdrücke, die beiläufig in – gefühlt – jedem zweiten Satz verwendet werden, zum anderen werden ganze Ausdrücke geschaffen, die überhaupt keinen Sinn ergeben oder sehr, sehr doppeldeutig sind.

Ich nenne mal einen paar Beispiele:

  • „kleiner Scheißer“ wird verwendet als liebevoller Kosename
  • „Stinker“ ebenso…
  • … oder als „Stinker machen“ für die Ausscheidung von Kot, dem „großen Geschäft“, „Number Two“, … einer Sache, die zugegebenermaßen blöd zu benennen und in der Gesellschaft (zurecht?) gerne totgeschwiegen wird.
  • Mamas sprechen im Kontext ihrer neuerworbenen „Gastronomieeinrichtung“ von „Titten“, „Glocken oder gar „Eutern“ lweder charmant noch besonders schicklich…
  • Zu den Ausdrücken, die keinen Sinn ergeben, gehört für mich das sprechen über den Trinkrhythmus eines Kindes: „nachts kommt sie alle 4 Stunden“ Wohin kommt sie? kommt sie gelaufen? Sie kann in der Regel doch noch gar nicht laufen… „kommt“ ja wohl auch nicht im Sinne eines Orgasmus (schäm). Nein, sie möchte einfach alle 4 Stunden etwas trinken beziehungsweise essen.
  • Wenn das Kind weint und Mama gerade noch nicht stillen oder füttern kann, wird oft zu dem Kind gesagt „gibt gleich was“… ja was denn? …auf die Ohren? …hinter die Löffel? Eine Pizza? Warum kann ich einfach sagen „du darfst gleich etwas trinken“, „… darfst gleich essen“, „ich füttere dich gleich“ es gibt bestimmt Tausende Möglichkeiten die viel viel sinnvoller sind…

*to be continued*

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