ein paar Besuche auf der Rheingauer Weinwoche…

…und um einige leckere Erlebnisse reicher:

Grundsätzlich stehe ich vor einem Besuch auf dem “Wiesbadener Weinfest” stets vor einen grundlegenden, fast schon philosophischen Entscheidung: Gehe ich auf die Rheingauer oder auf die Wiesbadener Seite.? Nein, hier geht es nicht etwa um die vertretenen Winzer und auch nicht um die geographische Herkunft der Besuch, sondern vielmehr um Ziel und Zweck des Besuchs. Wenngleich sich diese Beobachtung nicht pauschalieren lässt, so ist es doch so, dass auf der Wiesbadener Seite, sprich zwischen Rathaus Marktkirche und Landtag (im Folgenden “MP”) doch eher diejenigen tummeln, die gerne gesehen und gehört werden möchten. Demgegenüber geht es auf der Rheingauer Seite, sprich dem Dernschen Gelände (im Folgenden “DG”) deutlich ruhiger zu und man findet mehr Besucher, die ein eigenes Picknick mitbringen, den ein oder anderen Winzer persönlich kennen und auch “normalerweise” dort einkehren und ihren Wein kaufen.

Weinwoche

Natürlich waren wir schon mehrfach auf beiden Seiten unterwegs und haben diverse Weine und Sekte probiert, zu denen ich nun gerne ein paar Tipps abgeben möchte, zunächst zu den Weinen (bislang alles Riesling):

  • Hans Lang (DG, letzte Reihe ggü. Sparda-Bank) Nr. 3, ein herrlich frischer Riesling, der mir noch besser geschmeckt hat als die nach neuer VDP-Klassifizierung benannte “Erste Lage”.
  • Freimuth (DG, mittendrin) die alten Reben für nur 2,50 EUR, jedes Jahr (und damit jeder der vergangenen 3(?) Jahrgänge ein Genuss, nicht zu anstrengend, aber dennoch sehr vielschichtig. Die große Lage und der Sekt waren aber auch nicht zu verachten – vielleicht schaffen wir’s dann doch mal in die Straußwirtschaft.
  • Speicher Schuth (MP) Riesling Terroir, Nr. 6, ein nicht zu “männlicher” frischer Terroirwein, der noch eine feine frische Perle hat (nicht störend – nicht mal für die Herren der Schöpfung…) – by the way: unbedingt mal zum Steak essen hinfahren!

Nun zum Sekt, meinem “Spezialgebiet” (in persönlicher Geschmackssache sind mit Ausnahme eines Sektes alle brut):

  • Bei Lamm Jung (DG, neben Hans Lang) gibt es ein Riesling Gewürztraminer Cuvee (die Nr. 15), bei dem ich bereits zum Wiederholungstäter wurde: feine Perle und tolles Aroma, ohne zu süß zu sein.
  • Der Erbacher Michelmark vom Heinz Lebert (DG) war ebenfalls eine erwähnenstwerte Entdeckung, wenn ich mich recht erinnere, versektet bei Reuter und Sturm in Walluf.
  • Der einzig trockene Sekt, der auch jedes Jahr eine gute Wahl war und ist, kommt vom Johannes Ohlig und eignet sich hervorragend für einen Weinfestbesuch am Samstag Vormittag.
  • Beim Weingut Leon Gerhard (MP, an der Marktkirche, keine Webseite gefunden?!) haben wir alle drei Rieslingsekte probiert: 17, 19, 20. Mir persönlich hat die 17 am besten geschmeckt, ein fruchtiger leichter Rieslingsekt- Einer der anderen beiden (Nummer vergessen) war ein extra brut, den ich auch ganz nett fand, aber schon trocken (*g*). Der dritte im Bunde fand bei meinen Begleiter(inne)n großen Anklang und ich muss zugeben, ein Rieslingsekt mit Bittermandelaroma im Abgang ist definitiv faszinierend!
  • Update: Rieslingsekt brut und extra brut vom Schönleber sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Viel Spaß beim Nachschmecken!!!

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